Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition

Der Lehrstuhl betreut regelmäßig ein studentisches Team, das an der Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition teilnimmt. Dieser Wettbewerb ist der traditionsreichste und größte studentische Moot Court. Er wird seit 1959 ausgetragen und inzwischen nehmen jährlich Studierende von über 500 Universitäten aus über 80 Ländern der Welt teil.

Der Sache nach handelt es sich um ein simuliertes Gerichtsverfahren vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH), das einen völkerrechtlichen Rechtsstreit zwischen zwei fiktiven Staaten zum Gegenstand hat. Die teilnehmenden Teams vertreten anwaltlich sowohl die Kläger- als auch die Beklagtenseite. Dazu müssen zunächst Schriftsätze ausgearbeitet und vorgelegt werden. Danach treten die TeilnehmerInnen in mündlichen Verhandlungen gegeneinander an. Die Rolle der RichterInnen übernehmen dabei ProfessorInnen, DiplomatInnen, AnwältInnen und andere PraktikerInnen, darunter auch RichterInnen des IGH und anderer internationaler Gerichte.

Durch die Teilnahme am komplett englischsprachigen Jessup Moot Court erarbeiten sich die Studierenden nicht nur profunde völkerrechtliche Kenntnisse, sondern trainieren Fähigkeiten, die ihnen im Examen und späteren Berufsleben überaus nützlich sein werden: Sie lernen, rechtliche Argumentationsstrategien im Interesse ihrer MandantInnen zu entwickeln und zu formulieren. In den Plädoyers heißt es, mit Sachkenntnis und Schlagfertigkeit die eigenen Standpunkte gegen bohrende Nachfragen der RichterInnen überzeugend zu vertreten.

Bei der nationalen Vorausscheidung trifft das Team auf die anderen TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland und hat die Chance, sich für die internationale Runde in Washington D.C. zu qualifizieren. Dies gelang den Münsteraner Teams sowohl 2008 als auch 2009.

Das Team wird aus interessierten Studierenden im Laufe des Sommersemesters durch den Lehrstuhl zusammengestellt. Im darauffolgenden Wintersemester wird der Moot Court stattfinden. Der Lehrstuhl unterstützt das Team insbesondere bei der Organisation, der Recherche und dem Training für die Plädoyers.