Ich betreibe Rechtsgeschichte ...

Die Reihe wird fortgesetzt. Foto und Text wechseln jede Woche.
Betreiben auch Sie Rechtsgeschichte? Schreiben Sie uns gern, warum. Dann kann bald Ihr Text hier stehen.

... tja, warum eigentlich? Die nüchterne Antwort ist vermutlich, dass mich ein Zufall kurz vor Abschluss des Hauptstudiums von meinen Promotionsplänen im Medizinrecht abgebracht und der Rechtsgeschichte zugewandt hat. Aber erklärt das, warum ich mich immer noch als Rechtshistoriker fühle, obwohl ich meine Mitarbeit am rechtshistorischen Lehrstuhl vor 9 Jahren beendete, meine Promotion vor 5 Jahren abschloss und seit 7 Jahren hauptberuflich als Anwalt tätig bin? Viele Persönlichkeiten haben in dieser Rubrik schon beschrieben, warum es Sinn und Spaß macht, sich der Rechtsgeschichte zu widmen, um das geltende Recht zu verstehen. Mancher hat betont, wie aufregend es ist, in Archiven und Bibliotheken auf Entdeckungsreise zu gehen und Schätze zu heben, die erst durch die Jahrhunderte zu solchen geworden sind. All dem schließe ich mich an. Aber der eigentliche und wahre Grund, warum ich niemals ganz aufhören kann, Rechtsgeschichte zu betreiben, sind die vielen interessanten Menschen, die ich in den 13 Jahren seit meinen ersten Krabbelversuchen in der Rechtsgeschichte kennengelernt habe. Für spannende Gespräche über deren mannigfaltige Interessen muss man dabei gar nicht immer auf große Kongresse und Fachtagungen reisen. Das Bild wurde von einem stadtbekannten Bonner gezeichnet, der in den Kneipen der Bonner Altstadt für ein Trinkgeld Menschen malte. Es entstand an einem Abend der Rheinisch-Westfälischen Graduiertenschule „Recht als Wissenschaft“. Rechtsgeschichte ist ein Thema für's Leben - und hat Freundschaften für's Leben begründet.

Thorsten Süß, Rechtsanwalt in Köln



    Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte

 

Neuerscheinung

 

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

Die kommentierte Edition macht erstmals eine umfangreiche Prozessakte des 19. Jahrhunderts für die rechtshistorische Forschung zugänglich. Das Oberappellationsgericht Lübeck, von den Zeitgenossen als Deutschlands gelehrter Gerichtshof gerühmt, musste sich in fünf Verfahren mit Schmuggeleigeschäften auf der Ostsee zwischen Lübeck und Russland beschäftigen. Es ging unter anderem um Hinweispflichten in gegenseitigen Verträgen und um die Diskriminierung von Ausländern. Zahlreiche Frachtverzeichnisse sind von hohem wirtschaftsgeschichtlichen Wert. Gerichtsurteile verschiedener Instanzen und Juristenfakultäten, scharfsinnige Relationen, hochkarätige Auseinandersetzungen um prinzipielle Rechtsfragen und die Lichtgestalt des berühmten Präsidenten Arnold Heise machen die Lektüre zu einem Erlebnis, „kräftig und frisch, wie reine Seeluft“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite.

SeminarAnkündigung

Im Sommersemester 2020 findet vom 2. bis zum 4. Juni auf der Wattstation Carolinensiel ein Blockseminar statt zum Thema:

Zwischen Konstitutionalimus und monarchischem Prinzip. Verfassugsgeschichte des 19. Jahrhunderts

Weitere Informationen zur Veranstaltung (Anmeldung, Themen usw.) finden Sie hier.

 

Remonstrationsbedingungen am Institut für Rechtsgeschichte

  • Die Remonstrationsfrist beträgt vier Wochen ab Vorlesungsbeginn.
  • Die Remonstration ist schriftlich beim Lehrstuhl einzureichen (eine E-Mail genügt nicht!).
  • Ein Ausdruck der Klausurlösung ist als Anlage beizufügen.
  • Die Remonstration hat im Einzelnen substanziell darzulegen und zu begründen, dass dem Korrektor bei der Bewertung ein inhaltlicher Fehler unterlaufen ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn etwas Zutreffendes als falsch oder etwas Vorhandenes als nicht geschrieben gewertet worden ist. Die schlichte Behauptung einer unangemessenen Benotung ist in keinem Fall ein zulässiger Remonstrationsgrund.

Öffnungszeiten des Sekretariats (R 421)

Das Sekretariat ist im Semester montags, dienstags und donnerstags von 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr besetzt, mittwochs von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr, freitags von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

 

     

    Aktuelle Stellenausschreibung (zum nächstmöglichen Zeitpunkt)

    Am  Lehrstuhl  für  Bürgerliches  Recht  und  Deutsche  Rechtsgeschichte  des  Instituts  für  Rechtsgeschichte ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt  eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.