Ich betreibe Rechtsgeschichte, ...

Die Reihe wird fortgesetzt. Foto und Text wechseln jede Woche.
Betreiben auch Sie Rechtsgeschichte? Schreiben Sie uns gern, warum. Dann kann bald Ihr Text hier stehen.

...weil das Heute und das Gestern zusammengehören. Viele Studierende und selbst gestandene Juristinnen und Juristen sind sich nicht bewusst, dass das geltende Recht nicht eine beliebige Materie ist, die der Gesetzgeber mehr oder weniger zufällig in Paragraphen gießt, sondern das Produkt eines jahrtausendealten Erfahrungsschatzes. Indem ich das Recht vergangener Zeiten untersuche, verstehe ich einerseits besser, wie Menschen früher gelebt haben, andererseits aber auch, welche alten Erfahrungen noch in unserem modernen Recht stecken. Neben dieser intellektuellen Bereicherung ist es mir besonders wichtig, bei den Studierenden ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass die aktuell geltenden Regelungen nicht alternativlos sind, sondern auf einer bestimmten geistesgeschichtlichen Entwicklung beruhen. Unser modernes, rationales Rechtssystem ist eine große kulturelle Errungenschaft, die in jeder Generation erneuert werden muss.

Wolfram Buchwitz, Rechtshistoriker



    Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte

 

Neuerscheinung

 

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

Die kommentierte Edition macht erstmals eine umfangreiche Prozessakte des 19. Jahrhunderts für die rechtshistorische Forschung zugänglich. Das Oberappellationsgericht Lübeck, von den Zeitgenossen als Deutschlands gelehrter Gerichtshof gerühmt, musste sich in fünf Verfahren mit Schmuggeleigeschäften auf der Ostsee zwischen Lübeck und Russland beschäftigen. Es ging unter anderem um Hinweispflichten in gegenseitigen Verträgen und um die Diskriminierung von Ausländern. Zahlreiche Frachtverzeichnisse sind von hohem wirtschaftsgeschichtlichen Wert. Gerichtsurteile verschiedener Instanzen und Juristenfakultäten, scharfsinnige Relationen, hochkarätige Auseinandersetzungen um prinzipielle Rechtsfragen und die Lichtgestalt des berühmten Präsidenten Arnold Heise machen die Lektüre zu einem Erlebnis, „kräftig und frisch, wie reine Seeluft“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite.

Für die p r ä s e n z l e h r e

 

Das Hausverbot für Studierende muss aufgehoben werden.

Den FAZ-Artikel "Augenkontakt ist unersetzbar" Sie hier.

Petition für die Rückkehr zur Präsenzlehre.

 

SeminarAnkündigung

Wir veranstalten ein Seminar zum Thema:

Geschichte und allgemeine Probleme des Arzthaftungsrechts

Achtung: Das Seminar zum Arzthaftungsrecht wird auf das Sommersemester 2021 verschoben.

Prof. Dr. Peter Oestmann und Dr. Thorsten Süß

Weitere Informationen zur Veranstaltung (Anmeldung, Themen usw.) finden Sie hier.

 
Alte Handschriften lesen lernen

Quellen sind spannend. Wer jedoch etwas über ihren Inhalt erfahren möchte, muss sie lesen können. Dies ist besonders bei alten Handschriften nicht leicht. Das Projekt Ad fontes der Universität Zürich bietet – didaktisch aufgearbeitet – Beispiele und Hilfestellungen an. Anhand verschiedener Quellen können Interessierte so das Lesen alter Handschriften erlernen. Daneben gibt es viele weitere hilfreiche Hinweise zum Umgang und zur Arbeit mit Quellen.

Sie finden das Projekt unter https://www.adfontes.uzh.ch/.

Öffnungszeiten des Sekretariats (R 421)

Das Sekretariat ist im Semester montags, dienstags und donnerstags von 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr besetzt, mittwochs von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr, freitags von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

 

     

    Aktuelle Stellenausschreibung (zum nächstmöglichen Zeitpunkt)

    Am  Lehrstuhl  für  Bürgerliches  Recht  und  Deutsche  Rechtsgeschichte  des  Instituts  für  Rechtsgeschichte ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt  eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.