Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte

 

 

Ich betreibe Rechtsgeschichte, ...

Die Reihe wird fortgesetzt. Foto und Text wechseln jede Woche. Betreiben auch Sie Rechtsgeschichte? Schreiben Sie uns gern, warum. Dann kann bald Ihr Text hier stehen.

…weil eine Vielzahl an für die Vormoderne relevanten Quellen nur mit dem vergangenen Recht und dem Wissen um die Tätigkeit von Gerichten und Gerichtspersonal verstanden werden kann. Besonders Prozessakten bringen zum Ausdruck, dass das Streben nach Recht gleichermaßen Herrscher und Untertanen berührte. Kurzum: Die Rechtsgeschichte ist ein zentraler Schlüssel zum Verständnis der Vergangenheit!

In meinen Studienjahren kam ich erstmals mit dem Reichskammergericht in Berührung. Die Vielzahl an überlieferten und mittlerweile zum Gutteil erschlossenen zehntausenden Prozessakten dieses Gerichts sind für mich bleibend ein beeindruckendes Quellencorpus, das für unterschiedlichste Fragestellungen und Themenbereiche herangezogen werden kann: für eine Geschichte von Recht und Rechtspraxis bis hin zur Alltagsgeschichte von Menschen, die ansonsten keine Spuren in den Quellen hinterlassen haben. Im Wissen um die Grenzen des eigenen Tuns und Verstehens ist es mir als Frühneuzeithistoriker nicht zuletzt im Rahmen des Netzwerks Reichsgerichtsbarkeit (https://blognetzwerkreichsgerichtsbarkeit.wordpress.com/) ein großes Anliegen, den Austausch mit dann häufig auch praktizierenden Juristen zu suchen.

 

Alexander Denzler, Historiker

 

Neuerscheinung

 

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

Die kommentierte Edition macht erstmals eine umfangreiche Prozessakte des 19. Jahrhunderts für die rechtshistorische Forschung zugänglich. Das Oberappellationsgericht Lübeck, von den Zeitgenossen als Deutschlands gelehrter Gerichtshof gerühmt, musste sich in fünf Verfahren mit Schmuggeleigeschäften auf der Ostsee zwischen Lübeck und Russland beschäftigen. Es ging unter anderem um Hinweispflichten in gegenseitigen Verträgen und um die Diskriminierung von Ausländern. Zahlreiche Frachtverzeichnisse sind von hohem wirtschaftsgeschichtlichen Wert. Gerichtsurteile verschiedener Instanzen und Juristenfakultäten, scharfsinnige Relationen, hochkarätige Auseinandersetzungen um prinzipielle Rechtsfragen und die Lichtgestalt des berühmten Präsidenten Arnold Heise machen die Lektüre zu einem Erlebnis, „kräftig und frisch, wie reine Seeluft“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite.

 

Preisverleihung

Das Rektorat der WWU Münster hat Frau Dr. Clara Günzl den Dissertationspreis des Jahres 2020 zuerkannt.

 

    Käte hamburger -kolleg

     

     

     

    Im Juni 2021 startet in Münster das Käte Hamburger-Kolleg "Einheit und Vielfalt im Recht". Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website.

     

    Seminarankündigung

     

    Geschichte und allgemeine Probleme des Arzthaftungsrechts

    Im Wintersemester 2021/22 veranstalten wir ein Seminar zum Thema:
    Geschichte und allgemeine Probleme des Arzthaftungsrechts
    Blockseminar auf der Wattstation Carolinensiel,
    2. – 4. November 2021 (in Präsenz)

    Weitere Informationen entnehmen Sie dem Flyer

    IN DIESEM SEMINAR SIND NOCH PLÄTZE FREI.

     

    Remonstrationsbedingungen am Institut für Rechtsgeschichte 

    • Die Remonstrationsfrist beträgt vier Wochen ab Vorlesungsbeginn.
    • Die Remonstration ist schriftlich beim Lehrstuhl einzureichen (eine E-Mail genügt nicht!).
    • Ein Ausdruck der Klausurlösung ist als Anlage beizufügen.
    • Die Remonstration hat im Einzelnen substanziell darzulegen und zu begründen, dass dem Korrektor bei der Bewertung ein inhaltlicher Fehler unterlaufen ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn etwas Zutreffendes als falsch oder etwas Vorhandenes als nicht geschrieben gewertet worden ist. Die schlichte Behauptung einer unangemessenen Benotung ist in keinem Fall ein zulässiger Remonstrationsgrund.

     

    Öffnungszeiten des Sekretariats

    Montag und Donnerstag von 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr
    Dienstag und Mittwoch von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr
    Freitag von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

    Außerhalb dieser Zeiten richten Sie allgemeine Anfragen bitte per E-Mail an

    ls.oestmann@uni-muenster.de

    Alte Handschriften lesen lernen

    Quellen sind spannend. Wer jedoch etwas über ihren Inhalt erfahren möchte, muss sie lesen können. Dies ist besonders bei alten Handschriften nicht leicht. Das Projekt Ad fontes der Universität Zürich bietet – didaktisch aufgearbeitet – Beispiele und Hilfestellungen an. Anhand verschiedener Quellen können Interessierte so das Lesen alter Handschriften erlernen. Daneben gibt es viele weitere hilfreiche Hinweise zum Umgang und zur Arbeit mit Quellen.

    Sie finden das Projekt unter https://www.adfontes.uzh.ch/.