Ich betreibe Rechtsgeschichte ...

Die Reihe wird fortgesetzt. Foto und Text wechseln jede Woche.
Betreiben auch Sie Rechtsgeschichte? Schreiben Sie uns gern, warum. Dann kann bald Ihr Text hier stehen.

… eigentlich durch einen glücklichen Zufall: Während meines Geschichtsstudiums teilte ich die WG mit einem Juristen, der auf das Staatsexamen lernte. Gerade war das „Mauerschützen-Urteil“ des BVerfG ergangen und wir diskutierten bis spät in die Nacht über den Umgang des Rechts mit der Geschichte und den der Geschichtswissenschaft mit dem Recht. Ich fand, dass die Juristen es besser als die Historiker verstanden, Probleme zu definieren, über die man diskutieren konnte. Daher beschloss ich, dem Münchener Geschichtsstudium noch ein Bonner Jurastudium folgen zu lassen. Der Weg in das Institut für Rechtsgeschichte war damit vorgezeichnet und gleichzeitig meine Leidenschaft für die Geschichte des Rechts. Das Doppelstudium hat mir eine Art „doppelte Staatsbürgerschaft“ ermöglicht. Das bedeutet gelegentlich, dass ich mich unter Juristen als Historiker und unter Historikern als Jurist fühle. Aber gerade diese in der Natur der Rechtsgeschichte angelegte Multiperspektivität, die permanente interdisziplinäre Wanderung zwischen den Welten macht für mich auch die besondere Faszination der Rechtsgeschichte aus.

David von Mayenburg, Rechtshistoriker, Goethe-Universität Frankfurt am Main

 



    Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte

 

Neuerscheinung

 

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

Die kommentierte Edition macht erstmals eine umfangreiche Prozessakte des 19. Jahrhunderts für die rechtshistorische Forschung zugänglich. Das Oberappellationsgericht Lübeck, von den Zeitgenossen als Deutschlands gelehrter Gerichtshof gerühmt, musste sich in fünf Verfahren mit Schmuggeleigeschäften auf der Ostsee zwischen Lübeck und Russland beschäftigen. Es ging unter anderem um Hinweispflichten in gegenseitigen Verträgen und um die Diskriminierung von Ausländern. Zahlreiche Frachtverzeichnisse sind von hohem wirtschaftsgeschichtlichen Wert. Gerichtsurteile verschiedener Instanzen und Juristenfakultäten, scharfsinnige Relationen, hochkarätige Auseinandersetzungen um prinzipielle Rechtsfragen und die Lichtgestalt des berühmten Präsidenten Arnold Heise machen die Lektüre zu einem Erlebnis, „kräftig und frisch, wie reine Seeluft“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite.

SeminarAnkündigung

Im Sommersemester 2020 findet vom 2. bis zum 4. Juni auf der Wattstation Carolinensiel ein Blockseminar statt zum Thema:

Zwischen Konstitutionalimus und monarchischem Prinzip. Verfassugsgeschichte des 19. Jahrhunderts

Weitere Informationen zur Veranstaltung (Anmeldung, Themen usw.) finden Sie hier.

 

Methodenübung

Veranstaltung im Wintersemester 2019/2020

Einführung in Quellen und Methoden der Rechtsgeschichte

ab Dienstag, dem 15.10.2019, 14-16 Uhr, AUB 215

 

 

 

Öffnungszeiten des Sekretariats (R 421)

Das Sekretariat ist im Semester montags, dienstags und donnerstags von 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr besetzt, mittwochs von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr, freitags von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

 

     

    Aktuelle Stellenausschreibung (zum nächstmöglichen Zeitpunkt)

    Am  Lehrstuhl  für  Bürgerliches  Recht  und  Deutsche  Rechtsgeschichte  des  Instituts  für  Rechtsgeschichte ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt  eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.