Ich betreibe Rechtsgeschichte, ...

Die Reihe wird fortgesetzt. Foto und Text wechseln jede Woche.
Betreiben auch Sie Rechtsgeschichte? Schreiben Sie uns gern, warum. Dann kann bald Ihr Text hier stehen.

... weil mich schon als Jurastudent die Fragen faszinierten, wie Recht entsteht, wann und warum es sich verändert, unter welchen Bedingungen es funktioniert - oder auch nicht. Diese Fragen führten mich zur Rechtsgeschichte, die mir geholfen hat (und heute noch hilft), Antworten zu finden, nicht als unumstößliche Wahrheiten, aber als Annäherungen an das, was wir Recht nennen: Denn der Blick in die Vergangenheit  zeigt, welch unterschiedliche Faktoren auf das Recht einwirken: Ökonomische genauso wie religiöse, soziale und psychische, ethische und technische. Die Beschäftigung mit der Rechtsgeschichte bringt mir eine größere Nähe zu dem, was Recht sein kann, und schafft gleichzeitig eine notwendige Distanz zu dem Absolutheitsanspruch der geltenden Rechtsordnung.

Andreas Roth, Rechtshistoriker

 


 



    Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte

 

Neuerscheinung

 

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

Die kommentierte Edition macht erstmals eine umfangreiche Prozessakte des 19. Jahrhunderts für die rechtshistorische Forschung zugänglich. Das Oberappellationsgericht Lübeck, von den Zeitgenossen als Deutschlands gelehrter Gerichtshof gerühmt, musste sich in fünf Verfahren mit Schmuggeleigeschäften auf der Ostsee zwischen Lübeck und Russland beschäftigen. Es ging unter anderem um Hinweispflichten in gegenseitigen Verträgen und um die Diskriminierung von Ausländern. Zahlreiche Frachtverzeichnisse sind von hohem wirtschaftsgeschichtlichen Wert. Gerichtsurteile verschiedener Instanzen und Juristenfakultäten, scharfsinnige Relationen, hochkarätige Auseinandersetzungen um prinzipielle Rechtsfragen und die Lichtgestalt des berühmten Präsidenten Arnold Heise machen die Lektüre zu einem Erlebnis, „kräftig und frisch, wie reine Seeluft“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite.

Ankündigung

Die Vorlesung „Vertiefung Verfassungsgeschichte“ (Montag, 21. Oktober,  16-18 Uhr) und „Gesetzliche Schuldverhältnisse“ (Mittwoch, 23. Oktober, 13-14 Uhr) müssen leider entfallen und werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

 

Ankündigung

Rechtsgeschichtliches Seminar an der Nordsee

Die Rechtsstellung von Frauen und Männern in der Frühen Neuzeit

Blockseminar vom 21.-23. Oktober 2019 auf der Wattstation Carolinensiel

 

Methodenübung

Veranstaltung im Wintersemester 2019/2020

Einführung in Quellen und Methoden der Rechtsgeschichte

ab Dienstag, dem 15.10.2019, 14-16 Uhr, AUB 215

 

 

 

Öffnungszeiten des Sekretariats (R 421)

Das Sekretariat ist im Semester montags, dienstags und donnerstags von 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr besetzt, mittwochs von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr, freitags von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Außerhalb dieser Zeiten richten Sie allgemeine Anfragen bitte per E-Mail an ls.oestmann@uni-muenster.de

Lehrstuhl Prof. Oestmann

Universitätsstraße 14-16
48143 Münster

Tel.: +49 251 83-28640 (Sekretariat)
Fax: +49 251 83-28643

    Aktuelle Stellenausschreibung (zum nächstmöglichen Zeitpunkt)

    Am  Lehrstuhl  für  Bürgerliches  Recht  und  Deutsche  Rechtsgeschichte  des  Instituts  für  Rechtsgeschichte ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt  eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.