Ich betreibe Rechtsgeschichte ...

Die Reihe wird fortgesetzt. Foto und Text wechseln jede Woche.
Betreiben auch Sie Rechtsgeschichte? Schreiben Sie uns gern, warum. Dann kann bald Ihr Text hier stehen.

(Foto: 2019, auf dem Stäfner Friedhof, wo sich Gegenwart und Vergangenheit ganz natürlich treffen können)

Mich hat der Blick in den Spiegel der Geschichte schon immer fasziniert. Er lässt uns nicht nur schöne Geschichten hören oder lesen, sondern auch über uns selber nachdenken sowie unser Verhältnis zur Wirklichkeit und unserer Gesellschaft reflektieren, denen wir ungefragt stets angehören.

In meiner Funktion als Lehrer erachtete ich es daher als Aufgabe, den angehenden Juristinnen und Juristen beizubringen, sich ein historisches Verständnis anzueignen und sich entsprechend mit der Bedeutung des Rechts in und für die Gesellschaft auseinanderzusetzen, um ihr Bewusstsein und Engagement für das Recht in der Gesellschaft stärker auszurichten.

In dem Sinne hatte ich auch ganz einfach Freude und Lust daran, solche Zusammenhänge zu entdecken und meinen Beitrag zu leisten, die Geschichte des Rechts von verfälschenden und rein aktualisierenden Sichtweisen ein Stück weit befreien zu helfen.

Deshalb habe ich sehr gerne und leidenschaftlich Rechtsgeschichte betrieben.

Marcel Senn, Universität Zürich, em. Ordinarius für Rechtsgeschichte, Juristische Zeitgeschichte und Rechtsphilosophie, 2019.

 



    Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Deutsche Rechtsgeschichte

 

Neuerscheinung

 

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

 

Zur Gerichtspraxis im 19. Jahrhundert

Die kommentierte Edition macht erstmals eine umfangreiche Prozessakte des 19. Jahrhunderts für die rechtshistorische Forschung zugänglich. Das Oberappellationsgericht Lübeck, von den Zeitgenossen als Deutschlands gelehrter Gerichtshof gerühmt, musste sich in fünf Verfahren mit Schmuggeleigeschäften auf der Ostsee zwischen Lübeck und Russland beschäftigen. Es ging unter anderem um Hinweispflichten in gegenseitigen Verträgen und um die Diskriminierung von Ausländern. Zahlreiche Frachtverzeichnisse sind von hohem wirtschaftsgeschichtlichen Wert. Gerichtsurteile verschiedener Instanzen und Juristenfakultäten, scharfsinnige Relationen, hochkarätige Auseinandersetzungen um prinzipielle Rechtsfragen und die Lichtgestalt des berühmten Präsidenten Arnold Heise machen die Lektüre zu einem Erlebnis, „kräftig und frisch, wie reine Seeluft“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite.

SeminarAnkündigung

Im Sommersemester 2020 findet vom 2. bis zum 4. Juni auf der Wattstation Carolinensiel ein Blockseminar statt zum Thema:

Zwischen Konstitutionalimus und monarchischem Prinzip. Verfassugsgeschichte des 19. Jahrhunderts

Weitere Informationen zur Veranstaltung (Anmeldung, Themen usw.) finden Sie hier.

 

Methodenübung

Veranstaltung im Wintersemester 2019/2020

Einführung in Quellen und Methoden der Rechtsgeschichte

ab Dienstag, dem 15.10.2019, 14-16 Uhr, AUB 215

 

 

 

Öffnungszeiten des Sekretariats (R 421)

Das Sekretariat ist im Semester montags, dienstags und donnerstags von 09.00 Uhr bis 12.30 Uhr besetzt, mittwochs von 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr, freitags von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

 

     

    Aktuelle Stellenausschreibung (zum nächstmöglichen Zeitpunkt)

    Am  Lehrstuhl  für  Bürgerliches  Recht  und  Deutsche  Rechtsgeschichte  des  Instituts  für  Rechtsgeschichte ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt  eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit zu besetzen. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.