Neuer Doppelstudiengang Deutsches und Französisches Recht startet zum Wintersemester 22/23

Zum Wintersemester startet der neue Doppelstudiengang Deutsches und Französisches Recht, der in Kooperation mit der Université Jean Moulin 3 in Lyon angeboten wird. Die rechtswissenschaftliche Fakultät freut sich, 16 Studierende aus Deutschland und Frankreich ab Oktober für ihr gemeinsames Studium für zunächst zwei Jahre in Münster zu begrüßen. Das dritte Studienjahr werden die Studierenden an der Universität Lyon verbringen.

Die deutsch-französische Studierendenschaft wird in Münster Veranstaltungen im Bürgerlichen und Öffentlichen Recht sowie juristische Kurse im französischen Recht belegen. Ergänzt wird das Curriculum um fachsprachliche Kurse in deutscher und französischer Sprache durch das Sprachenzentrum der Universität Münster. Die französischsprachigen juristischen Kurse werden überwiegend durch muttersprachliche Dozierende der Universität Lyon geleitet. Im dritten Studienjahr spezialisieren sich die Studierenden dann in Lyon entweder im Zivil- oder Öffentlichen Recht. Dies könnten sie sich später als Schwerpunkt für das Staatsexamen anrechnen lassen. Die Universitäten Münster und Lyon verleihen den Studierenden nach erfolgreichem Bestehen einen Doppelabschluss: einen Bachelor of Laws sowie die französische Licence en droit. Nach dem dreijährigen Studiengang ist entweder eine Fortsetzung des Studiums in Deutschland, z.B. mit dem Studienziel Staatsexamen, oder ein Masterstudiengang in Deutschland oder Frankreich möglich.

Der Studiengang wird einen weiteren wertvollen Beitrag zur Internationalisierung und Vertiefung der französischen Partnerschaften der rechtswissenschaftlichen Fakultät leisten.  Auf diesem Weg kann auch fast 60 Jahre nach Abschluss des Élysée-Vertrags die deutsch-französische akademische Zusammenarbeit kontinuierlich intensiviert werden. Die Idee, einen solchen Doppelstudiengang an der rechtswissenschaftlichen Fakultät zu etablieren, entstand bereits vor einigen Jahren zwischen Prof. Dr. Gernot Sydow und Prof. Dr. Frédérique Ferrand, die beide zur Rechtsordnung ihres jeweiligen Nachbarlandes forschen.  Durch den Planungs- und Akkreditierungsprozess, der von gegenseitigen Besuchen der Programmbeauftragten Prof. Dr. Gernot Sydow und Dr. Laurence Francoz-Terminal begleitet wurde, ist eine enge Kooperation mit der rechtswissenschaftlichen Fakultät und insbesondere der École européene et internationale de droit der Universität Lyon entstanden, die in den kommenden Jahren durch den Austausch der Studierenden noch vertieft wird.

Der Studiengang wird finanziell durch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) gefördert.

© David Venier