Sommerakademie Feministische Rechtswissenschaft

Educate, Enrage, Empower - Gemeinsam den feministischen Blick schärfen

Feministische Inhalte im Jurastudium - Fehlanzeige?! Dieser Leerstelle wollen wir mit der Sommerakademie Feministische Rechtswissenschaft begegnen.

Die Sommerakademie Feministische Rechtswissenschaft findet am 04. und 05. Juni 2021 digital statt. In verschiedenen Workshops beschäftigen wir uns mit den theoretischen Grundlagen feministischer Diskurse und den praktischen Un_Möglichkeiten des Rechts in der Gesellschaft. Dabei wollen wir einander in die Lage versetzen, Recht und Universität für feministische und emanzipatorische Zwecke zu nutzen.

Drei zentrale inhaltliche Aspekte finden sich daher in entsprechenden Tracks wieder:

  1. Intersektionale Perspektiven auf Rassismus und Recht
  2. Feministische Kritik und Recht
  3. Feministische Utopien und Recht

Für die digitale Sommerakademie 2021 nutzen wir für die Workshops und den Auftaktvortrag die Plattform Zoom. Das Rahmenprogramm wird via gather.town stattfinden. Nach Anmeldung erfahrt Ihr dazu mehr!

 

von kritik zu utopie

Diskussionen um die Kriminalisierung von Catcalling, ein Kopftuchverbot für Anwältinnen und Rechtsreferendarinnen sowie aktuelle Gerichtsverhandlungen über die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren als gleichberechtigte Eltern sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass feministische Rechtspolitik auf allen Ebenen präsent ist. Anders sieht das im Jurastudium aus: Im Curriculum der juristischen Fakultäten fristet die feministische Rechtswissenschaft noch immer ein Schattendasein.

Dieser Leerstelle wollen wir mit der Sommerakademie begegnen. Unter dem Leitmotiv "Von Kritik zu Utopie" werden wir uns sowohl mit den theoretischen Grundlagen feministischer intersektionaler (Rechts-)Kritik auseinandersetzen als auch aktuelle feministische Rechtsdiskurse aufgreifen. Gemeinsam wollen wir Ideen für eine Rechtswissenschaft entwickeln, die für Ungerechtigkeiten sensibilisiert ist. In drei Tracks mit jeweils drei Workshops wollen wir also den Blick für bestehende Ungleichheiten schärfen, Kritik üben und Wege zur Utopie entdecken.

Im jeweils ersten Workshop soll eine theoretische Grundlage für das jeweilige Oberthema geschaffen werden, um eventuelle Wissensvorsprünge auszugleichen und vorhandenes Wissen zu vertiefen (Nachdenken/Begreifen). Im zweiten Workshop wird dieses Wissen an einem praktischen Beispiel vertieft (Üben/Sehen). Der dritte Workshop ist darauf angelegt, konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine feministische Praxis aufzuzeigen, die das Recht oder die Universität bieten (Handeln/Vernetzen).

Workshops gibt es unter anderem zu folgenden Themen: Wie kann Recht geschlechtsspezifischer Gewalt und Gewalt im Internet begegnen? Wie reproduzieren Recht und Rechtswissenschaft Rassismen und Hierachien und welche kritischen Praktiken und Ansätze können dem entgegengesetzt werden? Wie kann kritische Anwält:innenpraxis auf diskriminierende gesellschaftliche Strukturen einwirken? 

 

programm

Den Ablaufplan könnt Ihr Euch hier als PDF-Datei herunterladen. Das digitale Rahmenprogramm konkretisieren wir noch. Ihr dürft gespannt sein!