ESYS - AG "Governance für eine europäische Energieunion"

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und der Pariser Klimavertrag legen fest, dass die Erderwärmung langfristig auf deutlich unter 2 Grad begrenzt und die Welt in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts treibhausgasneutral werden soll. Dafür muss die europäische Energieversorgung gemeinschaftlich umgebaut werden. Denn um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, bedarf es einer breit angelegten wissenschaftlichen Begleitung.

Das interdisziplinären Projekt "ESYS- Energiesystem der Zukunft" der Acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften bündelt die Expertise von mehr als 100 Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen. Sie erarbeiten gemeinsam Handlungsoptionen für die Umsetzung einer sicheren, bezahlbaren und nachhaltigen Energiewende.

Die Arbeitsgruppe "Governance für eine europäischen Energieunion", seit März 2016 unter der Co-Leitung von Frau Prof. Dr. Sabine Schlacke, untersucht den rechtlichen, politischen und ökonomischen Rahmen der europäischen Energiepolitik, vor allem im Hinblick auf bestehende Hemmnisse bei der Errichtung der europäischen Energieunion. Darauf aufbauend entwickelt sie Leitlinien für eine Governance der Energieunion, die nachhaltig, sicher und bezahlbar ist und auf eine vollständige CO2-Neutralität abzielt. Sie will aufzeigen, wie der Prozess optimal gesteuert werden könnte, wie die Aufgaben innerhalb der EU gerecht und effizient verteilt werden könnten und wie Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft eingebunden werden sollten.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Ansprechpartner: Simon Lammers

Aktuelles

ESYS: Stellungnahme

Eine klimaneutrale EU bis 2050 – diese Vision zeichnet die EU-Kommission in ihrer Langfriststrategie. Die neue Governance-Verordnung soll helfen, die EU-Klima- und Energiepolitik zusammenzuführen. Werden durch sie die EU-weiten Klimaziele erreicht? Das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) stellt fest: Die EU-Verordnung ist ein wichtiger Schritt, ebnet aber noch nicht den Weg zu einer klimafreundlichen europäischen Energieversorgung. In der heute, zum Abschluss der UN-Klimakonferenz veröffentlichten Stellungnahme schlägt ESYS flankierend finanzielle Anreize für mehr Klimaschutz, Sanktionsmöglichkeiten bei ungenügenden nationalen Klimazielen sowie Vorreiterallianzen engagierter Staaten vor. Mehr erfahren

ESYS nun auf YouTube

Seit kurzer Zeit hat ESYS einen eigenen YouTube-Channel, auf dem Sie Interviews mit den Beteiligten und viele weitere Informationen zum Projekt finen. Hier geht es zum Kanal

ESYS-Fachgespräch

Welche Spielräume haben die EU und die Mitgliedstaaten, CO2-Emissionen zu reduzieren und den Anteil Erneuerbarer Energie an der Energieversorgung zu erhöhen? Wie kann die EU-Kommission die europäische Energie- und Klimapolitik effektiv steuern, wie können sich kommunale Akteure einbringen? Darüber diskutierten Energiefachleute bei einem europäischen Fachgespräch am 23. April in Berlin. Eingeladen hatte die Arbeitsgruppe „Energieunion“ des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS). Weiterlesen

Trialog zur Energiewende

Am 14. Juli 2017 fand der "6. Trialog“ im Berliner Allianz-Forum statt, eine Kooperationsveranstaltung des ESYS-Projekts mit der „Humboldt-Viadrina Governance Platform“ unter der Leitung von Prof. Dr. Gesine Schwan, auf der der Entwurf der neuen „Governance-Verordnung“ der Europäischen Union und Wege hin zu einer „Europäischen Energieunion“ beleuchtet und diskutiert wurden.