Jeanne Richter: Die Entstehungsgeschichte des kasachischen Zivilgesetzbuches

Das rechtshistorische Thema „Die Entstehungsgeschichte des kasachischen Zivilgesetzbuches“ knüpft an die jüngste politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Kasachstan an und befasst sich mit den Rechtsreformprozessen nach den Systemveränderungen Anfang der 90er Jahre.
Vor den kasachischen Juristen stand die enorme Aufgabe, eine neue, marktwirtschaftlich orientierte Zivilrechtskodifikation zu erarbeiten. Dies musste wegen der Reformen in kürzester Zeit erfolgen: Das neue Zivilgesetzbuch Kasachstans wurde in weniger als zehn Jahren in zwei Etappen erarbeitet und verabschiedet. 
Bis heute gibt es keine ausführliche und umfassende Arbeit, die den Entstehungsprozess des ZGB in Kasachstan dokumentiert und detailliert Aufschluss darüber gibt, wie die Kodifikation erarbeitet und diskutiert wurde und in welcher Weise kasachische Rechtsgelehrte an der Ausarbeitung beteiligt waren. Diese Lücke soll die Arbeit schließen.

Das Dissertationsprojekt wird von der Gerda Henkel Stiftung großzügig begleitet und unterstützt.