WWU-Studierendenteam mit Spitzenplätzen beim Willem C. Vis Moot

Mit über 380 teilnehmenden Universitäten ist der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot ist der weltweit größte und renommierteste internationale Studierendenwettbewerb auf dem Gebiet des Zivilrechts. Veranstaltet wird der Moot vom Institute of International Commercial Law der Pace University School of Law in New York unter Zusammenarbeit mit diversen Schiedsinstitutionen. Der Studierendenwettbewerb besteht aus zwei Schwesterveranstaltungen, denen jeweils derselbe Sachverhalt zugrunde liegt. Im Oktober beginnt der Wettbewerb mit der Veröffentlichung des Falles. Die Teammitglieder setzen sich im Anschluss intensiv mit dem UN-Kaufrecht und dem internationalen Schiedsverfahrensrecht auseinander und verfassen dabei die Schriftsätze für die Kläger- und die Beklagtenseite. Die zweite, mündliche Phase ist geprägt von zahlreichen Rhetoriktrainings und Vorbereitungsveranstaltungen. Kurz vor Ostern treten die Teams dann in Hongkong und Wien gegeneinander an und stellen ihre Fähigkeiten vor simulierten, internationalen Schiedsgerichten unter Beweis. In diesem Jahr fanden beide Veranstaltungen rein virtuell statt.

In diesem Jahr behandelte der Sachverhalt Probleme rund um geistiges Eigentum an bestimmten viralen Vektoren, die den Grundbaustein für einen Covid-19-Impfstoff bilden.

Die Teilnahme bietet die Chance, dem Studienalltag zu entfliehen und sich als Team ein Semester lang intensiv mit praxisrelevanten Problemen zu beschäftigen. Im Laufe des Wettbewerbs recherchieren die Studierenden die Hintergründe der aufgeworfenen Probleme und verbessern während der Erarbeitung der umfangreichen Schriftsätze ihr sprachliches Ausdrucksvermögen. Daneben erlernen sie in den mündlichen Verhandlungen gegen Teams aus rund 80 verschiedenen Ländern die erforderlichen rhetorischen Fähigkeiten, um die Mandanteninteressen zu komplexen Fragestellungen in englischer Sprache zu vertreten. Schließlich dient der Vis Moot den Teilnehmer*innen aber auch als einzigartige Möglichkeit, sich mit anderen Studierenden, Praktiker*innen und Professor*innen aus der ganzen Welt auszutauschen, um so das Rechtsverständnis, aber nicht zuletzt auch den eigenen Horizont zu erweitern und schon früh wertvolle Kontakte zu knüpfen.

 

Erfolg des Teams der WWU beim Willem C. Vis Moot

Das Team der WWU, bestehend aus Yasmin Drill, Christopher Kunzmann, Charlene Olschowka, Lukas Schwitalla, Sophia Shang und Tessa Voswinkel nahm an beiden Veranstaltungen – der Hongkonger und der Wiener Version – teil. Gecoacht von Charlotte Popp, Johanna Schaller und Johannes Souvignier erzielte das Team bei beiden Wettbewerben sensationelle Erfolge.

In Hongkong kämpfte sich das Team der WWU aus weltweit 147 teilnehmenden Universitäten bis in das Finale und musste sich erst dort gegen die Fordham University aus New York geschlagen geben. Eine Woche später trat das Team auch in der Wien an und erreichte dort unter 385 teilnehmenden Universitäten die Runde der letzten 16. Mit dem Beklagtenschriftsatz gelang dem Team der WWU sogar der dritte Platz weltweit. Im Wettbewerb um den „Best Individual Oralist“ erhielten die Sprecher*innen des Münsteraner Teams Einzelauszeichnungen – Yasmin Drill erreichte in Hongkong unter allen teilnehmenden Studierenden sogar den zweiten Platz.

Für das Münsteraner Team waren die Erfahrungen und Kontakte zu Praktiker*innen aus aller Welt sehr bereichernd. Ein herzlicher Dank gilt allen Unterstützer*innen des Münsteraner Teams, dem Alumninetzwerk und vor allem Herrn Prof. Dr. Mäsch, über dessen Lehrstuhl die Teilnahme am Wettbewerb organisiert wird.

 

Auf der Website des Willem C. Vis Moot Court Team Münster finden Sie weitere Informationen.