Jura-Studium? In Münster? – Der Tag der offenen Tür im Sommersemester 2017

Am Donnerstag, den 29. Juni 2017 hat der Tag der offenen Tür an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät stattgefunden. Im Audimax kamen Abiturienten und sonstige Studieninteressierte ab 12 Uhr mittags zusammen, um sich einen ersten Eindruck vom Jura-Studium und der Fakultät machen zu können. Während des offiziellen Programms fand gleichzeitig eine offene Sprechstunde im Studieninformationszentrum (SIZ) statt, um zusätzliche Fragen zum Studium und zum Studienverlauf zu klären. Zudem hatten die Besucher die Möglichkeit, die regulären Einführungs-Vorlesungen in den Rechtsgebieten Zivil-, Straf- und öffentliches Recht zu besuchen.

Der Dekan Prof. Dr. Janbernd Oebbecke begrüßte die Studieninteressierten. Da diese Veranstaltung dazu dient, sich einen Einblick ins Jura-Studium verschaffen zu können, stellte er einige Überlegungen vor, die aus seiner Sicht relevant für die Studieninteressierten seien. Zunächst müssten die Abiturienten überlegen, ob sie überhaupt Jura studieren möchten. Dann gehe es um die Frage, wo sie dieses tun wollen. Die erste Frage könne man bejahen, wenn man einen der typischen Juristenberufe ergreifen möchte – oder auch einen eher untypischen Beruf. Der Dekan erklärte: „Das Jura-Studium schließt wenig aus und ermöglicht viele Dinge!“ Es sei also vor allem für diejenigen das richtige Studium, die Rechtsanwalt, Richter und dergleichen werden möchten, als auch für die, die noch keine bestimmte Präferenz haben und offen sind, was ihren späteren Beruf angeht. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium seien Textverständnis, ein guter Umgang mit Sprache, logisches Denken sowie Konzentrations- und Belastungsfähigkeit, vor allem mit Beginn der Examensvorbereitung. Der Dekan erklärte außerdem die juristischen Noten und betonte, dass die Abiturienten sich darauf einstellen müssten, nicht mehr so gute Noten wie in der Schule schreiben zu können. Doch die Ergebnisse der JPA Hamm 2016 (NRW) zeigen, dass die sehr guten sowie guten Noten vor allem von den Münsteraner Studierenden stammen. „In Münster haben Sie zumindest statistisch gesehen die Aussicht, dass Sie besser abschneiden“, erklärte Prof. Dr. Oebbecke – was auch die Frage nach dem Wo beantworten kann. Weiterhin ging der Dekan auf die guten Berufsaussichten ein und den gesicherten Lebensunterhalt nach dem erfolgreichen Studienabschluss. Abschließend riet er jedoch: „Sie sollten nicht zu intensiv über solche Sachen nachdenken. Tun Sie das, was Sie Ihr Leben lang gerne machen möchten!“