Herausforderungen der digitalen Betriebsprüfung

Am Montag, den 24. April 2017 hat Prof. Dr. Marcel Krumm in Kooperation mit dem Finanzgericht Münster eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zu den Herausforderungen der digitalen Betriebsprüfung in der Aula des Schlosses Münster veranstaltet. Anlass der Veranstaltung waren die zunehmende Automatisierung der Betriebsprüfungen mithilfe der digitalen Buchführungsdaten des Steuerpflichtigen (Zeitreihenvergleiche, mathematisch-statistische Prüfungsmethoden wie z. B. Benford-Law, logarithmische Normalverteilung u. Ä.) und die zunehmend in diesem Kontext artikulierte Sorge vor einer mathematisch-technischen Überlegenheit der Verwaltung und vor einer missbräuchlichen Verschiebung von Darlegungslasten.

In seinem Impulsvortrag wies Prof. Dr. Krumm auf die (verfassungs-)rechtlichen Problemfelder der neuen Prüfungsmethoden, die deshalb an sie zu stellenden Anforderungen und vor allem auch ihre rechtsstaatlichen Grenzen hin. In der sich anschließenden und von RiFG Dr. Sascha Bleschick moderierten Podiumsdiskussion nahmen neben Prof. Dr. Krumm auch der Präsident der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe Dipl.-Bw. StB Volker Kaiser, der Leiter des Betriebsprüfungsreferats der Oberfinanzdirektion NRW Ltd. Regierungsdirektor Arno Becker und der Direktor des Instituts für Steuerrecht an der Ruhr-Universität Bochum Prof. Dr. Roman Seer teil.

Mit über 280 Teilnehmern aus Justiz (u. a. die Präsidenten aller drei Finanzgerichte in NRW), Verwaltung, Beraterschaft und Wissenschaft war die Veranstaltung vollständig ausgebucht.