Examensfeier 2020

Ohne Eintrittskarte, aber dafür mit Meeting-ID fanden sich in diesem Jahr rund 180 Gäste – Absolventinnen und Absolventen, ihre Familien und Freunde – am Nachmittag im virtuellen Raum ein. 

Der Dekan Prof. Dr. Matthias Casper eröffnete die etwas andere Feier mit einer kurzen Begrüßungsrede. Er lobte die Absolventinnen und Absolventen, die trotz vieler Hindernisse, die dieses außergewöhnliche Jahr mit sich gebracht hat, ihre erste juristische Prüfung bestanden zu haben. Dann übergab er das Wort an Frau Dr. Jutta Laws, Vorsitzende des Justizprüfungsamtes Hamm sowie Vorsitzende Richterin und zugleich Güterichterin am OLG Hamm.

 

Dr. Laws gratulierte den Examinierten und betonte, wie froh sie sei, dass eine Feier unter diesen Umständen überhaupt stattfinden könne. Sie schaute gemeinsam mit den Gästen auf das chaotische Jahr zurück, das sowohl die Examinierten als auch das Prüfungsamt gemeinsam gemeistert haben. Jetzt haben alle diese Hürde genommen und ein großes Ziel sei erreicht. Anhand einer mitgebrachten Karikatur gab sie den Absolventinnen und Absolventen zusätzlich noch eine kleine Botschaft mit auf den Weg. Wenn es mal wieder schwierig wird, sollen sie daran denken: „Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!“

 

Es schlossen sich die Glückwünsche von Nico Strunz, Vorsitzender der Fachschaft Jura, an. Er warf einen Blick auf die nun vergangene Studienzeit der Absolventinnen und Absolventen. Von der O-Woche und der ersten Begegnung mit der Polizei auf dem Fahrrad in Münster, bis hin zum frühen Anstehen vor dem RWS in den letzten Studienmonaten, um sich noch einen Platz zum Lernen zu sichern. Eine spannende und aufregende Zeit liege nun hinter den Absolventinnen und Absolventen, aber genauso vor ihnen.

 

Als Ersatz für den Spaziergang durch Münster mit anschließendem Restaurantbesuch wurde Münster deutschlandweit in die Wohnzimmer der Absolventinnen und Absolventen gebracht: Ein Zusammenschnitt von „Münster Above“ zeigte einen Teil von Münsters schönsten Seiten aus der Vogelperspektive.

 

Die Festrede mit dem Titel „Wissen und Kreativität – Gedanken zur Universität in Corona-Zeiten“ wurde in diesem Jahr von Prof. Dr. Oliver Lepsius gehalten. Dieser beglückwünschte zunächst die frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Examen, das sie unter widrigen Umständen gemeistert hätten. Gleichzeitig sei es ein Glück, dass die Examinierten die Universität noch unter normalen Bedingungen erleben durften. Dies werde unter Pandemiebedingungen zunehmend schwieriger. Er riss sodann einige mit der Pandemie und ihrer Bekämpfung zusammenhängende Rechtsfragen an.  Abschließend rief er die ehemaligen Studierenden dazu auf, an der Beantwortung dieser schwierigen Rechtsfragen mit zu wirken.

 

Statt mit Händedruck, Präsent und anschließendem Gruppenfoto auf der Bühne der Aula des Schlosses wurden die Examensabsolventinnen und - absolventen mit Bild und Namen in einer musikalisch untermalten PowerPoint-Präsentation geehrt. 

Kurze Glückwunschvideos aus der Reihe der Professorinnen und Professoren der Fakultät ergänzten diese Ehrung. Unter ihnen gratulierte Herr Professor Fabian Wittreck, der auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Vorstands des Freundeskreises Rechtswissenschaften sprach. Auch in diesem Jahr wurden die Examensbesten vom Förderverein geehrt. Alle Absolventinnen und Absolventen, die ihre erste juristische Prüfung mit gut abgeschlossen haben erhalten eine Urkunde und einen Scheck. 

Als die drei besten wurden Enja Kühne, Fabian Wesselmann und Anna Zimmermann mit dem JurGrad-Preis des Freundeskreises ausgezeichnet. Sie bekamen einen Gutschein für die Teilnahme an einem der Weiterbildungsstudiengänge der JurGrad.

 

Wir beglückwünschen alle Absolventinnen und Absolventen der ersten juristischen Prüfung 2020 und hoffen Sie als Ihre Alma Mater irgendwann wieder persönlich begrüßen zu dürfen!