Einführungsveranstaltung für Erstsemester im Wintersemester 2018/19

Wie in den vergangenen Semestern sind die Erstsemester-Studierenden im Wintersemester 2018/19 am 08. Oktober 2018 durch den Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Herrn Prof. Klaus Boers, begrüßt worden.

Zu Beginn seines Vortrages stellte Herr Professor Boers sich und seine Aufgaben als Dekan vor. Als Dekan sei er für die Verwaltung und die Repräsentation des Fachbereiches zuständig. Hierzu falle auch die Aufgabe, die Erstsemester-Studierenden begrüßen zu dürfen.

Zu Beginn rückte er das Studium der Rechtswissenschaft und dessen Eigenarten in den Fokus. Das Recht regle die Realität. Da es für eine Vielzahl von Fällen anwendbar sein muss, ist einen hohen Grad von Abstraktion dem Recht immanent. Diesen Abstraktionsgrad und die damit einhergehenden Rechtsfiguren zu durchdringen, sei gerade in den ersten Semestern nicht einfach. Dass das Recht einen starken Alltagsbezug habe, werde aufgrund der abstrusen Sachverhalte in den Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften häufig nicht ganz klar. Den Realitätsbezug erkenne man häufig erst im Referendariat, in dem es die Möglichkeit gebe, die klassischen juristischen Berufe auszuprobieren. „Man entscheidet wie ein Richter, ohne den Kopf hinhalten zu müssen“ erinnert sich der Dekan.

Herr Prof. Dr. Klaus Boers, Dekan

Der Dekan sprach im weiteren Verlauf über die Funktionen des Rechts. Hierzu befragte der Dekan die Studierenden. Genannt wurden die Freiheitssicherung, der Gleichheitsgrundsatz, Prävention und nicht zuletzt die Herstellung eines Interessenausgleiches. Herr Professor Boers betonte, dass das Recht für den Zusammenhalt und die Entwicklung der Gesellschaft unverzichtbar sei. 

Diese Funktionen werden den Studierenden in den nächsten Semestern näher gebracht. Der Dekan ermutigte die Studierenden dabei, das Studium nicht nur auf die Rechtswissenschaft zu beschränken. Überaus sinnvoll sei es, den Blick auch nach rechts und links schweifen zu lassen.

Schlussendlich ging der Dekan auf einige Zahlen und Fakten rund um den Fachbereich ein. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät in Münster sei mit knapp 5000 Studierenden nicht nur die größte Fakultät in Deutschland, sie zeichne sich weiterhin durch die überdurchschnittlich guten Leistungen der Studierenden aus. Die guten Ergebnisse seien zum einen auf die qualitativ hochwertige Lehre am Fachbereich zurückzuführen, zum anderen lägen die Gründe aber auch in den Studierenden selbst. Bereits vor Aufnahme des Studiums käme es durch den hohen NC von 1,5 zu einem Selektionseffekt. Es bewerben sich ca. 7000 Schülerinnen und Schüler auf einen Studienplatz im Fach Rechtswissenschaft, lediglich 430 Studierende hätten diesen schlussendlich erhalten. Weiterhin zeichneten sich die Studierenden in Münster durch ein hohes Maß an Motivation aus, welches sich auch in den Examens-Noten niederschlüge.

Bis zum Examen sei es aber noch ein langer Weg. Doch sei das Grundstudium, das Referendariat und die Examina erstmal geschafft, „fließt die Kohle“ witzelte der Dekan. Herr Professor Boers wünschte allen Erstsemester-Studierenden viel Erfolg beim Studium und übergab das Wort an Frau Jennifer Schweer vom Studieninformationszentrum Jura.