Das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät hat in seiner Sitzung am 17.03.2020 einen COVID-19-Notfallplan Lehre verabschiedet.

Sein zentrales Ziel besteht darin, den Lehrbetrieb soweit wie möglich aufrechtzuerhalten und virtuell ins Netz zu verlagern, falls auch ab dem 20.4.2020 ein regulärer Lehrbetrieb noch nicht oder nur eingeschränkt möglich sein sollte. Auch wenn es in Einzelfällen zu Einschränkungen des Lehrangebots kommen kann, wird der Fachbereich sicherstellen, dass sowohl im Grundstudium wie im Schwerpunktstudium alle erforderlichen Prüfungsleistungen erbracht werden können. Es wird kein „verlorenes Semester“ geben. Auch das UniRep wird virtuell fortgesetzt. Dieses Ziel zu erreichen, wird eine erhebliche Kraftanstrengung sowohl auf Seite der Lehrenden wie der Studierenden erfordern.

Der Notfallplan sieht u.a. folgende Punkte vor:

1. Vorlesungen werden entweder als eLecture-Einheiten in einem leeren Hörsaal aufgezeichnet und über das Learnweb zur Nachverfolgung angeboten oder aus einer Kombination von Folien und Audio- bzw. Video-Podcasts bestehen, die ebenfalls im Learnweb zur Verfügung gestellt werden, über das auch Fragen gestellt werden können. Zusätzlich wird auf online verfügbare Unterlagen zum Selbststudium hingewiesen.

2. Arbeitsgemeinschaften sollen nach Möglichkeit über Portale für Video- bzw. Audiokonferenzen, die eine interaktive Beteiligung der Gruppenmitglieder ermöglichen, von den jeweiligen Leiterinnen und Leitern der Arbeitsgemeinschaften virtuell abgehalten werden. Sollte dies aus technischen Gründen nicht gelingen, wird virtuell eine zentrale Muster-AG angeboten, in der die Fallbearbeitung demonstriert wird.

3. Seminare können im Fall einer weiteren Schließung grundsätzlich nicht stattfinden und sind nach Möglichkeit in die zweite Semesterhälfte oder die Semesterferien zu verlegen. Der Seminarleiter bzw. die Seminarleiterin kann jedoch entscheiden, die unter 2. genannten Portale für Videokonferenzen zu nutzen und das Seminar virtuell abzuhalten. Über eine Verlängerung der Bearbeitungszeiten entscheidet die Seminarleiterin bzw. der Seminarleiter nach pflichtgemäßen Ermessen. Dieses Format kann auch für kleinere Vorlesungen mit bis zu etwa 30 Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern genutzt werden.

4. Die Fakultät richtet eine Task Force eLecturing ein, die die technischen Voraussetzungen, Formate und Details der oben beschriebenen Maßnahmen vorbereitet und anschließend begleitet. Sie ist zudem Ansprechpartner für die Lehrenden und bietet Handreichungen und Schulungen an. Sie wird dabei nicht auf ein einziges technisches Format, sondern auf eine Vielfalt von Formaten setzen. Nur so kann eine hinreichende Flexibilität hinsichtlich der virtuellen Lehre insbesondere bei technischen Schwierigkeiten (wie z.B. Serverüberlastungen) sichergestellt werden.

5. Sollte der Lehrbetrieb ab dem 20.04.2020 ganz oder teilweise regulär angeboten werden können, aber weiterhin die berechtigte Befürchtung vor dem Besuch von Vorlesungen bestehen, wird nachdringlich an die Lehrenden appelliert, Vorlesungen im Rahmen des Möglichen aufzeichnen zu lassen und im Intranet zur Verfügung zu stellen.

Weiterhin hat das Dekanat einen Notfallplan zur Aufrechterhaltung eines Mindestbetriebes am FB03 für den Fall eines sog. geregelten Teilbetriebs aufgestellt. Dieser Notfallplan definiert systemrelevante Einheiten am Fachbereich und erklärt die dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sog. unentbehrliche Schlüsselpersonen. Diese werden nicht im Homeoffice, sondern – solange gesetzlich zulässig – vor Ort einen Notbetrieb aufrechterhalten.