Institut für Internationales Wirtschaftsrecht
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Der Frankfurt Investment Arbitration Moot Court wurde im März 2009 zum
zweiten mal ausgetragen. Er ist sowohl inhaltlich als auch von der
Struktur her eine interessante Alternative zu den beiden größeren
internationalen Wettbewerben Willem C. Vis und Philip C. Jessup.


Rechtsgebiet: International Investment Arbitration


Inhaltlich beschäftigen sich die teilnehmenden Teams beim Frankfurt
Investment Arbitration Moot Court mit einem sehr dynamischen und
innovativen Rechtsgebiet, dem internationalen Investitionsschutz.
Stark verkürzt lässt sich dieses zwischen Völkerrecht, dem Gegenstand
des Philip C. Jessup-Moots, und (internationalem) Privatrecht, dem
Anknüpfungspunkt des Willem C. Vis-Moots, einordnen. Jedes Jahr wird
im September ein Fall, der auf einem bilateralen
Investitionsschutzvertrag und dem internationalen
Investitionsschutzrecht basiert, auf der Internetseite
(www.investmentmoot.org) des Moot Courts veröffentlicht, der dann im
darauffolgenden März von für diesen Zweck zusammengesetzten
internationalen Schiedsgerichten verhandelt wird.


Schwerpunkt: Mündliche Verhandlung

Dabei liegt der Schwerpunkt des Frankfurt Investment Arbitration Moot
Court in Abgrenzung zu den beiden größeren internationalen
Wettbewerben in der mündlichen Verhandlung vor einem Schiedsgericht.
Größere Schriftsätze werden nicht verlangt, wohl aber eine
Zusammenfassung der wesentlichen Argumente, die man im Verfahren
verwenden möchte, die etwa einen Monat vor dem Wettbewerb eingereicht
werden muss. Diese Zusammenfassungen werden den jeweiligen
Kontrahenten eine Stunde vor Verfahrensbeginn ausgeteilt, damit diese
sich auf die Argumente der jeweiligen Gegenseite vorbereiten können.


Internationale Eindrücke

Einer der Vorteile des Frankfurt Investment Arbitration Moot Courts
ist seine (bisher) relativ geringe Größe, die zu einer fast schon
familiären Atmosphäre zwischen den einzelnen Teilnehmern führt.
Gleichzeitig ist der Moot Court aber auch groß genug und vor allem
diversifiziert genug, um ein wirklich internationales Erlebnis zu
gewährleisten. Die 27 Teams stammten im Jahr 2009 unter anderem aus
Brasilien, Hong Kong, Indien und den USA. Auch nahmen viele Teams
teil, die gerade in europäischen LL.M.-Studiengängen studieren. Dies
ist insofern hilfreich, als dass man sich einmal aus erster Hand über
die Qualität der einzelnen Programme informieren konnte.


Juristischer Kompetenzgewinn

Ein besonderer persönlicher Gewinn für jedes mitverhandelnde
Teammitglied besteht beim Frankfurt Investment Arbitration Moot Court
darin, dass die Schiedsrichter, die im wesentlichen aus
hochqualifizierten Praktikern bestehen, sich nach fast jedem Verfahren
die Zeit nehmen, um die jeweilige Verhandlungsführung zu kritisieren
und Ratschläge für die Zukunft zu erteilen. Dadurch, dass man, auch
ohne gleich in das Finale gelangen zu müssen, an mehreren Verfahren
teilnehmen kann, entsteht ein enormer Lerneffekt. Selten kann man in
so kurzer Zeit so viel lernen wie dies bei diesem Wettbewerb der Fall
ist.


Empfehlung des Autors Nikolaus K. Niepon

Meine Teilnahme am Frankfurt Investment Arbitration Moot Court war in
jeder Hinsicht ein Gewinn, sowohl in fachlicher als auch in
persönlicher Hinsicht. Eine solche Gelegenheit, seine praktischen
Fähigkeiten derart effektiv zu erweitern und gleichzeitig
gleichgesinnte Menschen aus aller Welt zu treffen, bietet sich nur
selten. Ich empfehle jedem und jeder, der/die sich für das
beschriebene Rechtsgebiet interessiert oder sich einfach nur einmal in
Parteivertretung im Prozess ausprobieren möchte, an diesem Moot Court
teilzunehmen.





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