Konzept
Im Vordergrund des didaktischen Konzepts steht der Gedanke des ,,Lernens durch Lehren’’.
Lernen durch Lehren
Spätestens in der Examensvorbereitung lernt ein Jurastudent die Lernweise einer Arbeitsgemeinschaft kennen. In der Regel bereiten die Teilnehmer einen Fall vor und referieren diesen dann innerhalb der Arbeitsgemeinschaft. Misslingt der Vortrag ist dies oft darauf zurück zu führen, dass der juristische Inhalt nicht verstanden wurde. Der Vortragende merkt also schnell, ob er das Vorzutragende überhaupt verinnerlicht hat. Um einem Kommilitonen eine juristische Problemstellung zu erklären, muss diese also erst selbst in allen Belangen erfasst sein. Insofern zeigt sich: Lernen durch Lehren dient der Selbstkontrolle. Wer lehrt, der lernt auch.
Umdenken
Bei der Erstellung einer eigenen Fallkonstellation ist Nachdenken und Umdenken gefragt. Die schlichte Lösung eines Falles erfordert ,,nur’’ die Anwendung des Rechts auf Problemkonstellationen. Oftmals fragt sich der Bearbeiter eines Falles jedoch: ,,Was hat sich der Fallersteller eigentlich dabei gedacht?’’ In der Regel hat sich der Fallersteller nämlich viel mehr Gedanken gemacht, als der Student zu erkennen vermag. Genau diese Gedanken werden von einem Ersteller eines Fallwerk-Falles gefordert. Er muss die juristische Problemstellung aus einer anderen Perspektive betrachten und aus verschiedenen Blickwinkeln hinterfragen. Nicht ,,Auswendiglernen’’, sondern ,,Verstehen’’ ist gefragt, um einen eigenen Fall zu entwerfen. Nichtsdestotrotz müssen dieTeilnehmer eines Fallwerk-Seminars auch eine "klassische" Seminararbeit entwerfen. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Seminararbeiten erfolgt die Erstellung aber in einem innovativen neuartigen Konzept, welches die zunehmende Bedeutung des E-Learning berücksichtigt.
Kreativität
Der Einbezug multimedialer Elemente in die Fallerstellung fördert die Kreativität der Teilnehmer. Fallwerk bietet die Möglichkeit, Multimediaelemente in die Fallerstellung einzubeziehen. Einerseits werden dadurch realitätsnahe Fallsituationen erzeugt, andererseits der Spaß an der Fallarbeit gefördert. Juristisches Arbeiten muss nicht rein theoretisch und auf die Lösungen von Fällen begrenzt sein. Jura kann auch kreative Ansatzpunkte bieten.
Umgang mit dem Computer
Letztlich soll das Fallwerk-Projekt den Umgang mit modernen Computertechnologien fördern und die Barrieren hinsichtlich computerorientierter Arbeit abbauen. Sowohl die zu bedienende Software, als auch die Arbeit mit multimedialen Elementen ist leicht handhabbar und erfolgt unter Hilfestellung des Lehrstuhls von Prof. Dr. Gerald Mäsch. Unter anderem steht eine vollständige Multimediaausrüstung am Lehrstuhl von Professor Mäsch zur Verfügung. Diese umfasst eine Digitalkamera, einen Camcorder und die erforderliche Bearbeitungssoftware.
Beispiel:
Ansicht für den Bearbeiter eines Fallwerk-Falles:

Hier kann bei der Multiple-Choice-Frage das Kästchen neben der richtigen Antwort angeklickt werden.
